Natur pur erleben

waldWald hat schon immer die Fantasie der Menschen beflügelt, die in seiner Nähe wohnen. In Deutschland gab es viele dieser Menschen, gibt es sie noch immer, zahlreiche Menschen, die keine lange Fahrt benötigen, eher Sie eine Waldregion erreichen.

Dunkel nennen ihn die einen, bevölkern ihn mit bösen Hexen, mit Trollen und hungrigen Wölfen. Andere sehen ebenfalls Fabelwesen als seine Bewohner, eher jedoch Elfen und gütige Baumriesen; der Wald präsentiert sich ihnen als Hort der Romantik. Wiederum andere sehen Wälder nüchterner: als Orte der Erholung bei langen Wanderungen oder aber als natürliches Reservoire an Rohstoffen, mit dem sich Geld verdienen lässt. Der Wald dient vielen Zwecken, scheint dennoch frei, niemals ganz dem Menschen unterworfen.

Erfahren Sie selbst, welch Vielfalt der Wald dem Menschen bietet: als Holz- und Pilzlieferant im Rahmen der Forstwirtschaft, als Wanderregion, als Waldkindergarten und natürliche Erlebniswelt. Kommen Sie mit, tauchen Sie ein mit uns, mitten hinein in den tiefen, jedoch gar nicht so dunklen Wald. Lassen Sie sich faszinieren… und informieren.

Der deutsche Wald: Ein paar Fakten

Deutschland ist eins der waldreichsten Länder der Europäischen Union. Mit ca. 11,1 Millionen Hektar Waldfläche ist etwa ein Drittel der Fläche des Landes mit Wald bedeckt.

Die größte Waldfläche (ca. 44%) befindet sich in privatem Besitz.

Fichte, Kiefer, Buche und Eiche: Das sind die Baumarten, die am häufigsten in deutschen Wäldern wachsen. Allerdings gibt es Regionen Deutschlands, in denen andere Baumarten ebenso dominieren: in den Alpen und im Schwarzwald etwa die Weißtanne.

Generell unterscheiden lassen sich Hoch-, Mittel- und Niederwald. Der Hochwald besteht aus Bäumen, die aus Samen gewachsen sind. Ein Niederwald entsteht dagegen aus so genannten Stockausschlägen. Die Wurzelstöcke und Stümpfe einiger Baumarten sind dazu in der Lage, wenn der Baum selbst gefällt wurde, neues Wachstum zu produzieren. Mittelwald besteht aus jüngeren Bäumen, die nach Rodung der Waldfläche durch Stockausschläge neu entstanden sind, und aus älteren, stehen gelassenen Bäumen. In Deutschland herrscht mit ca. 99% der Hochwald vor.

Der Waldanteil pro Fläche ist in einer Höhe von 1000 bis 1200 Metern mit 80% am höchsten. 50% des gesamten Waldes in Deutschland befinden sich dagegen auf Höhenlagen zwischen 400 bis 600 Metern.

Klären wir noch einige Begriffe: In einem Wald unterscheidet man Holzboden von Nichtholzboden. Als Holzboden bezeichnet man nicht allein die Fläche mit Baumbestand im Wald. Auch Wege, Schneisen, Wasserläufe, Gräben (bis 6 Meter breit) gehören zum Holzboden. Der Nichtholzboden besteht beispielsweise aus Lagerplätzen für gefällte Bäume. Als Mischbestände oder Mischbestockung — umgangssprachlich auch Mischwälder genannt — bezeichnet die Forstwirtschaft Wälder, die aus mehr als einer Baumart bestehen. Eine einzelne Baumart muss dabei mindestens 10% der Bäume im Gebiet ausmachen, um als Teil einer Mischbestockung aufgelistet zu werden.